Presse

Der Kinder- und Jugendchor führte schon zwölf Musicals auf – hier „Ronja Räubertochter“.Foto: privat


600 Kinder in 25 Jahren


21.05.2014 | 09:00 Uhr

Dinslaken.   Am 21. Mai 1989 wurden die Schiefen Spieler als Nachbarschaftsgruppe gegründet. Am 7. September wird das Jubiläum auch mit den Ehemaligen gefeiert

Das Phänomen kennt man sonst von Kindergärten: dass ehemalige Kinder nun als Eltern mit ihren Kleinen kommen. Bei den Schiefen Spielern ist es ähnlich. Der Chor feiert heute seinen 25. Geburtstag - und ein Mädchen, das am 21. Mai 1989, dem Gründungstag des Chors, dabei war, hat nun ihren Sohn bei den Musikzwergen des Vereins angemeldet.

Eine ganze Reihe von Erfolgen
600 Kinder und Jugendliche haben schon bei Chorleiterin Birgit Uhlig die Freude am Singen und an der Musik entdeckt. Ursprünglich ging es dabei um Nachbarschaftshilfe. Birgit Uhlig brachte als Teenie den sechs- bis neunjährigen Nachbarskindern das Flötespielen bei. „Dann wollten welche gerne singen, also gab es eine Flöten- und eine Singgruppe, dann kamen die kleinen Geschwister, mit denen die großen auf keinen Fall in einer Gruppe spielen wollten, also gab es zwei Flötengruppen“, erinnert sich die 43-Jährige, die nach und nach Instrumental, Chor-, Theater- und Früherziehungsgruppen aufbaute, eine Ausbildung zur Musikpädagogin und somit das Hobby zum Beruf machte.

Mittlerweile hat der Verein eine ganze Reihe von Erfolgen vorzuweisen: Die Schiefen Spieler waren mehrmalige Preisträger des „Europäischen Musikfestivals für die Jugend in Neerpelt“ - erst vor drei Wochen erreichte der Chor hier den dritten Platz. Sie waren Landessieger und Zweitplatzierte bei „Jugend Singt“, der Chor hat drei Monate lang am Musical „Joseph“ mitgewirkt, mit „Scala“ auf der Bühne gestanden, zwölf Musicals auf die Bühne gebracht, und, und, und.

Der größte Erfolg aber ist das Miteinander. Gerade die Konzertreisen und Kinder- und Jugendfreizeiten lassen die jungen Leute zusammenrücken. „Man baut eine Beziehung auf“, begründet Birgit Uhlig, von „ihren“ Chorkindern „Biggi“ genannt. Sie genießt die Freizeiten ganz besonders. „Man nimmt etwas von der Unbeschwertheit der Jugendlichen mit.“

Eigentlich ist „Biggi“ Informatikerin - und das sei der Tätigkeit als Musikpädagogin gar nicht einmal unähnlich. „Es geht schließlich um Kommunikation“, schmunzelt sie. „Ich habe bei der Blockflötengruppe auch viel für meinen Beruf mitgenommen.“ Organisieren etwa. 40 wibbelige Chorkinder werden ganz schnell ganz ruhig, wenn „Biggi“ singt. Wer das schafft, kann auch Löwen bändigen.

Aktuell ist wieder ein Musical in Planung („Märchenmond“), eine Jubiläumschorfreizeit, am 27. September wirkt der Chor am Day of Song mit. Und am 7. September feiern die Schiefen Spieler die „Große Schiefe-Spieler-Familien-und-Ehemaligen-Party“ auf dem Heidhof - mit Mitsingkonzert. Alle 600 Ehemaligen werden gebeten, sich mit dem Chor in Verbindung zu setzen, zum Fest zu kommen, zu singen und über alte Zeiten zu plaudern - über 25 Jahre Schiefe Spieler. Viel Gesprächsstoff.


„Schiefe Spieler“ singen „The Wall“

05.07.2013 | 18:19 Uhr 

Die Pink Floyd-Cover Band Us & Them probt mit dem Jugendchor Die Schiefen Spieler für ihren Auftritt beim Fantastival 2013 (mitte v.l.): Chorleiterin 
Birgit Uhlig, Sänger Tom Holthausen und Gitarrist Michel Kern.Foto: Heiko Kempken

Die Dinslakener Kinder und Jugendlichen unterstützen Us & Them in deren Pink-Floyd-Show im Burgtheater.

Es ist wohl das berühmteste Protestlied mit Kinderstimmen der Rockgeschichte: „Hey teachers! Leave us kids alone“ schrie ein Schulchor auf Pink Floyds Konzeptalbum „The Wall“ von 1979 seine ganze Wut über ein starres britische Schulsystem heraus,  zu dem die Prügelstrafe dazugehörte wie die Schuluniformen.


Die Züchtigungen im Unterricht sind mittlerweile Geschichte, aber „Another brick in the Wall“ ist bis heute unvergessen. Und darf deshalb natürlich auch nicht im Programm der Pink Floyd-Tributeband Us & Them fehlen, wenn diese am Sonntag, 14. Juli, um 20 Uhr die unverwüstliche Musik von Roger Waters und Co im Fantastival aufleben lässt. Für die „Schiefen Spieler“ von Birgit Uhlig ein besonderer Abend. Denn die Dinslakener Kinder und Jugendlichen sind es, die die Protesthymne im Burgtheater anstimmen werden.

Am Mittwoch   probte die Band gemeinsam mit den „Schiefen Spielern“ in deren Probenraum in Lohberg.

Rund dreißig Teenies haben sich unter der Leitung von Birgit Uhlig eingesungen und ernteten bereits für diese ersten Töne anerkennende Blicke der Band. Us & Them arbeiten regelmäßig mit den lokalen Jugendchören ihrer Auftrittsorte zusammen. Die Wut, die aus „The Wall“ herausbreche, sei nach wie vor aktuell, so Michel Kern. Aber an sich ist die Band zufrieden, wenn der Chor mit der Livemusik von Us & Them harmonisiert.  „Schreien können die Schiefen Spieler aber auch“, erklärte Birgit Uhlig noch Momente vor dem Probenbeginn. Man mag es nun kaum glauben, hört man die für ihr Alter beachtlich geschulten, klaren Stimmen und erlebt die fröhliche Atmosphäre im Proberaum.„Das ist gigantisch!“Auch wenn Michel Kern immer wieder bei den Us & Them-Konzerten 14- bis 16-Jährige erlebt, die die Schallplatten von ihren Eltern her kennen und die Lieder von vorne bis hinten mitsingen können, stellt er den Schiefen Spielern die „Gretchen-Frage“ - und erntet Kopfschütteln: „Als wenn wir Pink Floyd nicht kennen würden!“Von wegen. Und zudem hat sich  Birgit Uhlig mit den jungen Sängerinnen und Sängern bestens vorbereitet. Der erste Testdurchgang zum Halbplayback mag noch etwas leise und vielleicht etwas zu schön klingen, aber spätestens, nachdem Us & Them-Sänger Tom Holthausen selbst zum Mikrofon greift, gibt es auch für die Schiefen Spieler kein halten mehr: Es wird mitgetanzt, das „liebe“ Lächeln auf den Gesichtern weicht einer fröhlich-provozierenden Angriffslust und der Text wird perfekt intoniert in einer Präzision herausgeschrien, das man schon in der Probesituation eine Gänsehaut bekommen kann. Michel Kern steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben: „Ich muss sagen, das ist gigantisch!  Das ist das Beste, was ich als Chor bislang gehört habe.“Also eine flotte Probe? So schnell geht’s dann doch nicht.  Denn was gut ist, macht auch Spaß. So lautet die einhellige Reaktion der Schiefen Spieler auf das Probenerlebnis: „Noch mal!“ 
Bettina Schack

„Schiefe Spieler“ singen „The Wall“ - Nachrichten aus Dinslaken, Hünxe und Voerde | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-dinslaken-huenxe-und-voerde/schiefe-spieler-singen-the-wall-id8152411.html#442930431

 

Von Tönen und Tropfsteinhöhlen

NRZ am 19.04.2013 | 18:20 Uhr2013-04-19T18:20:00+0200


                    Birgit Uhlig will am 27. April neue Musikschule gründen.Foto: Gerd Hermann

Dinslaken/Hünxe.             

Birgit Uhlig eröffnet am 27. April eine neue Musikschule: das Kreativzentrum Musicolino.

Die eigenen Erfahrungen mit der Musik für andere zugänglich machen: Das war die Intention von Birgit Uhlig, als sie die Idee zum Kreativzentrum Musicolino entwickelte. Zwar gibt sie schon seit Jahren Musikunterricht und leitet die Chöre der „Schiefen Spieler“ -  aber erst ein Lehrgang der „Lichtenberger Methode“ gab den entscheidenden Anstoß, ein bereits bestehendes Netzwerk in der Musikszene zu erweitern. Am 27. April wird das Kreativzentrum Musicolino im Familienzentrum St. Albertus Magnus in Bruckhausen eröffnet.

„Bei der Lichtenberger Methode gehen wir weg vom Üben eines Tones und arbeiten stattdessen  am Klang“, erklärt Uhlig begeistert. Dafür wird gemeinsam mit dem  Schüler beim Singen erkundet, wie die Töne klingen. Gefühle und Bilder spielen eine große Rolle. So ist der Kloß im Hals vielleicht so „breit wie eine Röhre“ und „der Mund fühlt sich an wie eine Tropfsteinhöhle, worin es irgendwo leuchtet“. Außerdem soll beim Singen der ganze Körper entspannt und gleichzeitig, durch beispielsweise Bewegungsspiele, beteiligt sein.

Diese Methode, die ebenso qualifizierter Gesangsunterricht wie Therapie ist, kombiniert Uhlig in ihrer Singschule mit der „Ward Methode“. Dabei lernen Kinder spielerisch das „Richtig-Singen“ nach Noten. Die Kombination der Methoden sei besonders für Menschen geeignet, die noch nie vorher gesungen haben. „Wir singen schließlich keine Arien,“ so Birgit Uhlig.

Menschen und Musik in Kontakt

Neben der Singschule für Kinder und Erwachsene bietet das Kreativzentrum eine Percussiongruppe und ein Young Sympathic Orchester, bei dem alle Musikbegeisterten ihre eigenen Instrumente mitbringen können, musikalische Früherziehung bei den Musikzwergen, afrikanisches Trommeln und mehr.

Außerdem organisiert Uhlig Aktionen wie das „offenen Singen“  im Sommer. Im Burgtheater sollen Menschen jeder Altersklasse in Berührung mit der Musik kommen. Kindergartengruppen mit Eltern treffen auf den Frauenchor und die ältere Generation, so dass eine bunte Mischung von Leuten zum Singen, Trällern oder Mitsummen entsteht. „Wir haben das Bestreben, Menschen und Musik miteinander in Kontakt zu bringen“, so Uhlig. Solche Veranstaltungen sind immer kostenlos, wer aber will, ist herzlich eingeladen, etwas in den Hut zu werfen. Die Spenden kommen benachteiligten Kindern in Teilstipendien für ihre musikalischen Förderung zugute. Ebenfalls Teil des Finanzierungskonzeptes sind Patenschaften, von denen Kinder und junge Erwachsene, unabhängig von ihrer finanziellen Situation, im musikalischen Bereich profitieren.

Birgit Uhlig und ihre Kollegen (Christiane Quade-Hülser, Ingo Borgardts und Claudia Paswark) unterrichten im eigenen Musikstudio, im Gemeindesaal St. Marien in Lohberg, im Gemeindesaal St. Albertus-Magnus in  Bruckhausen oder direkt in den Kindergärten: „Wir sind vor Ort, wo Musik gebraucht wird.“

Am Eröffnungstag stellen sich die verschiedenen Gruppen vor.  Außerdem  präsentieren Kinder- und Jugendchor im Herbst das Musical „Tabaluga und Lilli“.

Mehr Infos zum  des Kreativzentrums gibt es im Internet unter www.musicolino.de.

                Von Sara Schurmann


Zum Singen in die Stadthalle

 



Einfach Singen! mit Birgit Uhlig in der Lohn- und Lichthalle (Foto: Klaus Ulrich)

Dinslaken: Stadthalle (Kathrin-Türks-Halle) | „A“ber bitte mit Sahne, „A“bba, „A“lanis Morrisette, „B“eatles, „C“ountry Roads, „D“ie Gedanken sind frei, „E“lvis,  .....„W“ochenend und Sonnenschein, „Y“esterday „Z“illertaler Schürzenjäger ....

Gehören Sie zu den Menschen, die gerne singen, ....die eigentlich gerne singen würden...heimlich singen.....lieber zuhören.....mitklatschen ...unter der Dusche singen? Sind Sie... ...Singbegeistert ...Mitsänger... Chorsänger.... Profi.....Nie-Sänger....Lagerfeuersänger oder einfach neugierig, wie es ist, wenn sich ganz Dinslaken mittwochs abends in der Stadthalle zum Singen in lockerer Atmosphäre trifft?

Klönen und Singen

In den vergangenen Monaten tauchen in der Presse immer wieder Berichte von sogenannten Rudelsingen auf und von der Begeisterung dafür sind in vielen Städten Deutschlands schon Hunderte von Menschen angesteckt worden. Bereits nach dem ersten „Day of !Song“ im Jahr 2010 hat Birgit Uhlig, die als Chorleiterin und Musikpädagogin in Dinslaken bekannt ist, die Idee mit vielen Menschen "Einfach Zu Singen" umgesetzt und konnte seitdem mehrfach bis zu 120 Menschen in der Licht- und Lohnhalle des Kreativ.Quartiers einladen Hits aus aller Welt mitzusingen.

Nun ließ sich die DIN A4 – Springer GmbH von der Idee begeistern und holt die Veranstaltung in den Mittelpunkt der Stadt. Am 24. April startet um 19.30 Uhr der erste Abend nach dem Motto „Einfach Singen – Just Sing“, zu dem Menschen aller Generationen in die Kathrin-Türks-Halle eingeladen werden. Gesungen werden Hits aus den Charts des 20. und 21. Jahrhunderts, Schlager, Kanons, Folksongs – natürlich auch aus Deutschland! - einfach alles, was den Besuchern Spaß macht. Vor keiner Sprache der Welt werden die Singbegeisterten Halt machen. 

Das Besondere ist, dass die Teilnehmer sich Songs aussuchen können und so das Programm mitgestalten - einen Link dazu gibt es auf der Internetseite http://www.musicolino.de/. Begleitet wird die stimmungsvolle Gruppe von Birgit Uhlig auf der Gitarre. Passend zu einem Teil der Lieder werden die SängerInnen eingeladen zu trommeln und den Gesang mit Percussioninstrumenten zu begleiten.

Spenden für einen guten Zweck

Der Eintritt ist frei, Spenden sind je nach finanzieller Möglichkeit willkommen. Die Spenden, so Birgit Uhlig, werden nach Abzug der entstandenen Kosten für die Veranstaltung genutzt, um Kindern und talentierten jungen Menschen über Stipendien den Besuch von Früherziehungskursen und Musikunterricht im Rahmen des  "Musicolino - Kreativzentrum Birgit Uhlig" zu ermöglichen. So erhalten sie eine von ihrer finanziellen Situation unabhängige und qualifizierte musikalischen Ausbildung (mehr dazu auf www.musicolino.de).


Das war Ronja Räubertochter - Aufführung der "Schiefen Spieler" in der Kathrin-Türks-Halle in Dinslaken

Von Kindern für Kinder


17.03.2013 | 16:25 Uhr2013-03-17T16:25:00+0100
Foto: Heinz Kunkel

Dinslaken.              Die Schiefen Spieler führten Ronja Räubertochter auf – mit Spaß, Gefühl und Happy End

Sie hatte etwas von Romeo und Julia, diese Geschichte, die die „Schiefen Spieler“ am Samstag in der Stadthalle aufführten – bloß mit Happy End.  Schließlich ist „Ronja Räubertochter“ ein Familienmusical. 80 Kinder und Jugendliche spielten mit, und die Regie lag in den Händen eines 16-Jährigen: Robin Uhlig, Regisseur, Sohn der Chorleiterin der „Schiefen Spieler“, Birgit Uhlig – und Räuberhauptmann. So war’s jedenfalls im Stück.
„Ich hab Pranken wie ein Bär und einen schwarzen Zottelbart“, rühmte sich Räuberhauptmann Mattis – und Talent hat er zudem, der Robin Uhlig. Sein Trauerlied für den toten Glatzen-Peer (Jonas Dirks) hatte schon die Chorkinder bei den Proben zu Tränen gerührt und den Zuschauern in der gut gefüllen Stadthalle ging es nicht anders. Auch das „Wolfslied“ von Ronjas Mutter Lovis (Jule Gosch/Isabell Figur) hatte Taschentuch-Potenzial.

Zwei Aufführungen bestritten die jungen Musicaldarsteller zwischen 5 und 19 Jahren am Samstag in beeindruckender, da selbst gemachter Kulisse und handgefertigten Kostümen. Am heutigen Montag folgen zwei weitere Aufführungen für Schulklassen - 900 Kinder haben sich angemeldet, um die Geschichte von Ronja (Emelie Gummel / Sabrina Perera) und Birk (Elias Thiele/Simon Sauerbier) zu sehen und hören. Die Kinder zweier verfeindeter Räuberfamilien sind in derselben Donnernacht zur Welt gekommen, wohnen sozusagen Tür an Tür in der vom Blitz gespaltenen Mattisburg und erklären sich – nach kurzem Gezicke – zu Bruder und Schwester.

Papas Karrierepläne

Wenn da die Väter nicht wären. Mattis und Borka (Paul Geßmann) sind sich spinnefeind, daran können auch die – natürlich – vernünftigeren Frauen Lovis und Undis (Johanna Becker-Walther) nichts ändern. Papa Mattis kann, wie das eben so ist, nicht loslassen, und beide Väter haben hochtrabende Karrierepläne mit ihren Kindern: Räuberhauptmann sollen sie werden, jeder in seiner eigenen Sippe. Und was machen die lieben Kleinen? Das Gegenteil natürlich. Wollen „niemals Räuberhauptmann werden“. Und tun sich zusammen. Leben gemeinsam in der Bärenhöhle im gefährlichen Wald, in dem gemeine Graugnome leben, blutrünstige Wilddruden, heiß auf „zartes Menschenfleisch“, und Rumpelwichte, in deren Höhle Ronja beim Skifahren stürzt. Die Waldbewohner geben im Stück den Chor.

Applaus zwischen den Szenen erhielten die Erzähler Katharina Kurth, Leena Nowoczin und vor allem Lasse Voiticzek: Hinreißend  bestimmt trug der Siebenjährige die langen Texte vor – und zauberte ein Lächeln auf alle Gesichter.

Anders als bei Romeo und Julia ist am Ende alles gut. Mattis und Borka und ihre Räuberbanden tun sich zusammen, Ronja und Birk werden irgendwann Bergarbeiter. Und als sich am Ende alle, auch Glatzen-Peer, verneigen, ist ein kleiner Junge im Publikum froh: „Der Alte ist wieder da, der ist gar nicht tot.“ Die eine oder andere längere Pause, kleine Texthänger? Geschenkt, bei einem Stück von Kindern für Kinder.

Ronja Räubertochter - Aufführung der "Schiefen Spieler" in der Kathrin-Türks-Halle in Dinslaken 

Wann? 16.03.2013 14:30 Uhr 
Wo? Kathrin-Türks-Halle, Althoffstraße 2, 46535 Dinslaken
  
 

Dinslaken: Kathrin-Türks-Halle | Das räuberische Vergnügen aufgeführt von der Musicalgruppe „Die schiefen Spieler“.

Seit einem Jahr proben rund 80 kleine und große Darsteller aus Chor und Musicalgruppe des Ensembles „Die schiefen Spieler“ für „Ronja Räubertochter“ am Samstag, 16. März, in der Kathrin-Türks-Halle.

Die Gruppe unter der Gesamtleitung von Birgit Uhlig lädt das Publikum ein herauszufinden, wie ein Räuberhauptmann lebt, was Rumeplwichte, Graugnome und gefährliche Druden sind und wie der Räubertanz geht.
Das bisher 13. Musicalprojekt des Chores umfasst Darsteller zwischen fünf und 19 Jahre und ist ein Beitrag im Rahmen des Festivals für heimische Schul- und Amateurtheater. Die Regie in der Theatergruppe liegt erstmals in den Händen des 16 Jahre alten Robin Uhlig. „Das beispielhafte Projekt wäre ohne die Hilfe vieler engagierter Eltern im Hintergrund nicht möglich geworden“, räumt Birgit Uhlig, die Leiterin der schiefen Spieler, ein. 

Ronja, Tochter des Räuber-hauptmanns Mattis, wächst im Wald zwischen Graugnomen und Wilddruden auf. Eines Ta-ges trifft sie Birk, den Sohn aus der verfeindeten Borka-Sippe. Als die Eltern beiden die Freundschaft verbieten, fliehen Ronja und Birk in die Wälder. 

Wie die Geschichte endet, können die Zuschauer am Samstag, 16. März, bei dem Familienmusical um 14.30 und um 17 Uhr erleben. Karten (acht Euro, Kinder die Hälfte) sind im Bürgerbüro Stadtmitte erhältlich.
 


Musicalfreizeit für Familien am Cap Frehel

 

Der Chor "Die schiefen Spieler" und Chorleiterin Birgit Uhlig. Foto: Heinz Kunkel

Die Musicalgruppe "Die Schiefen Spieler - Dinslaken 1989 e.V." entführen den kleinen Drachen im Sommer in die Bretagne, organisieren vom 20. Juli bis 3. August eine Musiktheaterfreizeit für die ganze Familie und werden das Rockmusical "Tabaluga und Lilli" auf die Bühne des Salle des Fêtes am Cap Fréhel zaubern. 

Jeden Sommer packen mehr als 200 musikbegeisterte Menschen in ganz Deuschland ihre Koffer und fahren mit ihren Familien zum Cho(u)rlaub nach Frankreich. Seit 12 Jahren ist das MusiCamp der Dinslakener Chorleierin Birgit Uhlig fester Bestandteil des Projektes in atemberaubender Umgebung - mehrere lange Sandstrände wechseln sich mit steilen Klippen, typischen bretonischen Dörfern und bunter Heidelandschaft ab.

Für Naturliebhaber gibt es einen Campingplatz in Pleherel Plage direkt am Atlantik, auf dem man den Urlaub in den Dünen, direkt an der Küste oder unter Pinien mit eigenem Zelt oder Wohnwagen oder einem gemieteten Caravan verbringen kann. Aber auch zahlreiche Ferienwohnungen in der näheren Umgebung stehen zur Verfügung. Auf Anfrage kann der Chor für interessierte alleinreisende Jugendliche ab 15 Jahren gerne die An- und Abreise organisieren. Qualifizierte Betreuer stehen zur Verfügung.

Der ChoUrlaub ist bei Familien sowie Alleinreisenden seit Jahren beliebt. Die Teilnehmer können sowohl Familienurlaub mit täglichem Singen und Musizieren als auch Urlaub in einer gleichgesinnten Gruppe erleben. Die Proben finden in der Regel von 11 bis 13 Uhr täglich statt, nachmittags und abends gibt es freiwillige gemeinsame Freizeitangebote für Groß und Klein. So finden Lagerfeuerabende und ein großes Abschlussfest mit Buffet am Strand statt. Darüber hinaus gibt es u.a. Bouletournier, einen Kleinkunstabend, ein Konzert des Chourlaub-Chores in der Kathedrale zu Plevenon sowie die Musicalaufführung "Tabaluga und Lilli". Viele Teilnehmer des MusiCamps treffen sich auch nach den Proben am Strand, schlendern samstags über den Markt und unternehmen Ausflüge, z.B. in die "Piratenstadt" St. Malo, an die Rosa Granitküste, zum Cap Fréhel, zum Fort La Latte und in die mittelalterliche Stadt Dinan.

Das Rockmusical "Tabaluga und Lilli" bietet der vielseitigen Gruppe viele Solorollen und wunderbare Gruppenszenen. Geprobt wird sowohl in der Gesamtgruppe als auch in kleineren Besetzungen. Für Jugendliche und Erwachsene wird es spannend, an der Regieführung teilzunehmen, das Bühnenbild entwerfen und/oder bei der umfangreichen Organisation mitzuwirken. Wer möchte übernimmt anspruchsvollere Theater- und Gesangsparts. Die Kleinen werden viele fetzigen Lieder singen, Bühnendekoration basteln und wie ein richtiger Musicalchor zu den Liedern Theater spielen und tanzen.

Und wer sich ein Bild machen möchte, ist am 16. März herzlich eingeladen, "Die Schiefen Spieler - Dinslaken 1989 e.V." mit ihrem Musical "Ronja Räubertochter" in der Kathrin-Türks-Halle in Dinslaken zu sehen. Eintrittskarten sind im Bürgerbüro Innenstadt erhältlich. Eine Aufführung für Schulklassen ist für Montag, 18. März um 11 Uhr geplant.

Information und Anmeldung bei Birgit Uhlig, Tel. 02064-609568 oder musicolino@yahoo.de


Mit viel Mut, Herz und Verstand

NRZ, 15.11.2010      

 

Dinslaken. Der Kinder- und Jugendchor „Die Schiefen Spieler“ führte am Sonntag in der ausverkauften Kathrin-Türks-Halle seine Version des Musicals „Der Zauberer von Oz“ auf.
Die Hexen und Zauberer waren am Sonntagnachmittag in der Kathrin-Türks-Halle los. Im Rahmen des Schul- Amateur-Theater-Festivals entführten 80 Kinder und Jugendliche des Chors „Die schiefen Spieler“ unter der Leitung von Birgit Uhlig die Zuschauer im voll besetzten Saal in die magische Welt des Musicals „Der Zauberer von Oz“. Und das taten die jungen Darsteller mit viel Engagement in schönen Kulissen und Kostümen.

Ein Wirbelsturm bringt Dorothy mit ihrem Hund Toto in das Zauberland von Oz – und wirbelt ihr Leben dadurch im wahrsten Sinne des Wortes durcheinander. Das Mädchen macht sich auf die Suche nach dem Zauberer, der sie zurück nach Hause bringen soll, und begegnet auf ihrem Weg so manchen magischen und ungewöhnlichen Wesen. Dazu gehören die Vogelscheuche, die sich vor lauter Stroh im Kopf einen Funken Verstand wünscht, und der Löwe, der gerne mutiger wäre, damit er sich nicht mehr im Dunkeln zu fürchten braucht. Komplettiert wird die bunte Reisegruppe vom Zinnmann, der sich ein Herz wünscht, seitdem er von den bösen Westhexen verzaubert wurde.

Diese verfolgen nun Dorothy und ihre neuen Freunde, um an die Zauberschuhe des Mädchens, die es von der guten Nordhexe bekommen hat, zu gelangen. Dafür lassen sich die bösen Schwestern so einiges einfallen, doch weder verzauberte Blumen noch Hindernisse auf dem Weg können die Freunde aufhalten. Im Gegenteil – sie wachsen über sich hinaus und meistern mit Wortwitz und Situationskomik unter dem Schutz der Nordhexe ihre Herausforderungen. Da hilft auch kein gerappter Racheschwur der bösen Hexen.

Ohne es zu merken, bekommen die Freunde so schon auf ihrer Reise, was sie sich wünschen: Verstand, Mut und Herz. Da macht es dann eigentlich auch nichts mehr, dass sich der mächtige Zauberer von Oz als Betrüger in grünem Nebel entpuppt. Den Zuschauern gefiel die fröhlich-bunte Premieren-Aufführung und am Ende sangen und tanzten alle noch einmal gemeinsam mit den Akteuren das Löwenlied.

                Corinna Meinold

 


RP Dinslaken

Ein farbenfroher "Zauberer von Oz"

VON MATTHIAS KNAUER - zuletzt 
aktualisiert: 16.11.2010

Dinslaken (RP) Mit ihrer Version des "Zauberers von 
Oz" begeisterten die "Schiefen Spieler" das Publikum in der gut gefüllten 
Kathrin-Türks-Halle. 
Die Kathrin-Türks-Halle war sehr gut gefüllt, als die "Schiefen Spieler" am Sonntagnachmittag zum Familien-Musical eingeladen hatten. In den folgenden zwei Stunden zeigten sie dem begeisterten Publikum ihre farbenfrohe Version von "Der Zauberer von Oz". Mit tollen Solisten, unterstützt vom Kinder- und Jugendchor, zeigten die Beteiligten eine eindrucksvolle Darbietung. Chorleiterin Birgit Uhlig hatte sich mit der Geschichte von Dorothy, die sich nach einem Wirbelsturm plötzlich im Land Oz wiederfindet, ein echtes Mammut-Projekt aufgehalst. Sprechszenen, Musikstücke, Bühnenbild, alles war rechtzeitig zur Premiere auch dank der Hilfe von zahlreichen Helfern fertig geworden. So landete Dorothy, gespielt von der engagierten Jule Gosch in Oz.

Weit weg von ihrer Heimat Kansas in den USA, ist nur noch Toto (Marie Langguth) an ihrer Seite. Dummerweise hat das Haus, mit dem Dorothy nach dem Wirbelsturm landet, eine der bösen Westhexen erschlagen. Deren Schwestern, herrlich gemein Tabea Lehnert und Rike Duda, wollen nun Rache. Doch beschützt vom Kuss der Nordhexe (Alicia Rößler) machen sich Dorothy und Toto auf den Weg zum Zauberer von Oz, der so mächtig sein soll, dass er sie wieder nach Hause bringen kann. Auf dem Weg treffen sie die Vogelscheuche, die sich den beiden anschließt. Wenn der Zauberer Dorothy helfen kann, kann er der herrlich zickigen Vogelscheuche (Esra Haubelt) auch Verstand geben. Auch dem Blechmann (Robin Uhlig), den Dorothy auf dem Weg trifft, soll der Zauberer helfen. Er will sein Herz wieder haben, damit er wieder fühlen kann. Und dann treffen sie auch noch den feigen Löwen (Maren Tenbieg), der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich wieder Mut zu haben. So macht sich die ungewöhnliche Reisegruppe auf den Weg. Allein die Westhexen machten es den Fünfen schwer. Als sie endlich beim Zauberer ankommen, gibt er ihnen eine letzte Aufgabe. Dann soll ihnen geholfen werden.

Mit tollen Kostümen, kleinen, feinen Ideen und eingängigen Liedern sorgten die jungen Sängerinnen und Sänger für einen begeisternden Nachmittag. Mit viel Enthusiasmus, Leidenschaft, Spielfreude und Spaß am Gesang erzählten die "Schiefen Spieler" die Geschichte von aufrichtiger Freundschaft und hatten sichtlich Freude daran. Dem Publikum gefiel die Aufführung trotz einiger kleiner technischer Probleme. Mit viel Applaus bedankten sich vor allem die vielen kleine Zuschauer für das tolle Stück. Als Zugabe gab es das Lied des Löwen, bei dem das Publikum mittanzen durfte. Eine tolle Idee und eine tolle Umsetzung.
Info

Zweite Aufführung

Natürlich gibt es am Ende des Stücks auch ein glückliches Ende für alle. Wer es mit eigenen Augen sehen will, sollte sich den Februar vormerken. Denn wahrscheinlich wird das Stück dann noch einmal aufgeführt. Der Termin steht allerdings bisher noch nicht fest.

 
Neue Singkreise mit Birgit Uhlig

Dinslaken, 19.11.2009, Gerard Dombrowski Dinslaken. 

Singen in der Gruppe tut gut, begeistert, klingt vielseitig und entspannt: Unter dem Motto werden im November besondere Singkreise, die im April unter der Leitung der Chorleiterin und Musikpädagogin Birgit Uhlig entstanden sind, fortgeführt.

Das Angebot richtet sich an Singbegeisterte, die gerne in einem überschaubaren Zeitrahmen ein Repertoire einüben möchten. Jeder Teilnehmer kann dabei wählen, ob sich die Teilnahme auf einen Probenblock von zehn Wochen beschränkt oder ob man langfristig im Vokalkreis mitwirken möchte.Zur Auswahl steht der Gruppe ein großes Repertoire von Liedern bekannter Komponisten aller Musikepochen, Hits aus Pop, Musicals, rhythmischen Songs aus Afrika und Südamerika sowie israelischer und europäischer Folklore.

Infos und Anmeldung bei Birgit Uhlig, 02064/609568.Wie "Weibsbilder" den Ton 
angeben

VON ROMINA KETTNER - zuletzt aktualisiert: 17.02.2009

Dinslaken (RP) Mit einer bunten Mischung aus 
bekannten Popmusik-Titeln, länderübergreifender Folklore und stimmungsvollen 
Gospelsongs heizten die "Weibsbilder" ihrem Publikum ordentlich ein. 
 
 
 
Zum Valentinstag präsentierte sich das DIN A Capella Ensemble als  "Weibsbilder" und begeisterte damit das ausverkaufte Dachstudio. RP-Foto: Martin Büttner



Am Valentinstag präsentierte das Din A Capella Ensemble eine musikalische Reise zum Thema Liebe, Frauen und was ansonsten noch untrennbar mit dem weiblichen Geschlecht verbunden ist . . .

Die Zuhörer applaudieren lautstark und lassen ihrer Begeisterung schon nach wenigen Minuten freien Lauf. Das ausverkaufte Dinslakener Dachstudio ist liebevoll mit kleinen Fahnen aus aller Welt und Bildern von Frauen jedes Kontinents dekoriert. Die sechs Solistinnen, die gerade ihr Medley, unter anderem bestehend aus "I am what I am" und "Ich gehör nur mir" vorgetragen haben, werden nun von dem restlichen Ensemble ergänzt.

Was Frauen beschäftigt

Info

Zweites Konzert

Nachdem auf die erste Zugabe erneut tosender Beifall folgte, entschied sich der Damenchor noch einmal spontan, jemanden dorthin zu schicken, "Wo der Pfeffer  wächst". Selbstverständlich sei damit nicht das Publikum gemeint, versicherten die Moderatorinnen. Denn das soll ja möglichst zahlreich wieder am 10. März zum zweiten Konzert der "Weibsbilder" erscheinen.


Sie singen über Themen, die Frauen beschäftigen. Da gibt es zum einen Klatsch und Tratsch, dann die häuslichen Fragen, die in dem 80er Jahre Hausfrauenhit "Das bisschen Haushalt" thematisiert werden und schließlich beschäftigen sich Frauen auch noch mit Männern. Die "Kerls, Kerls, Kerls" stehen statt des eigentlichen Titels "Girls, Girls, Girls" natürlich auch auf dem Programm und werden äußerst humorvoll besungen.

Der reine Frauenchor, der unter dem Motto "Frauen regier'n die Welt", wie es Roger Cicero zu Beginn ankündigt, ein facettenreiches Konzert vorbereitet hat, schmettert nicht nur den berühmten ABBA Hit "Mamma Mia", sondern begeistert auch mit Schlagern wie "Aber bitte mit Sahne" oder schickt den Mann auch mal dorthin, "Wo der Pfeffer wächst". Jedoch gibt es auch klassisches von Joseph Haydn zu hören, der mit "Ein einzig böses Weib" nach einigen Mutmaßungen wohl seine Ehefrau meinte. Aber nicht nur der reine Gesang macht die Veranstaltung so unterhaltsam, denn jedes Stück wird kurz mit einem kleinen Sketch oder einer Anekdote eingeleitet.

Dabei haben sich die Frauen einiges einfallen lassen, wie zum Beispiel den Urlaubsflirt, der mal wieder nichts zu werden scheint oder das Kosmetikstudio "Chez Brigitte", in dem eine Komplettbehandlung auch mal zur Katastrophe werden kann, wie das Publikum optisch am Beispiel eines Chormitglieds sehen kann.